Zahnimplantat Kosten AOK: Zuschüsse, Preise & Spartipps 2026

Wer einen Zahnverlust erleidet, sehnt sich nach hochwertigem Zahnersatz. Aufgrund ihrer hohen Stabilität und natürlichen Ästhetik stellen vor allem Zahnimplantate eine attraktive Lösung dar. Doch sind die Zahnimplantat Kosten bei AOK und Co. überhaupt zu tragen? Wir blicken in diesem Artikel auf die finanziellen Rahmenbedingungen und zeigen, wie der Wunsch von hochwertigem Zahnersatz erfüllt werden kann.

Symbolische Darstellung einer Zahnreihe vor gelbem Hintergrund

Zahnimplantat Kosten: Was übernimmt die AOK wirklich?

Viele Kassenpatienten suchen nach Möglichkeiten, um die Kosten für ihr Zahnimplantat von der Krankenkasse erstattet zu bekommen. Schließlich können Rechnungen im vier- oder gar fünfstelligen Bereich anfallen, je nach Art der geplanten Behandlung. Sollen die Zahnimplantat Kosten der AOK weitergereicht werden, sieht die Sachlage eindeutig aus. Denn grundsätzlich handelt es sich bei Zahnimplantaten um keine Leistung, an der sich gesetzliche Krankenkassen beteiligen dürfen. Das hängt damit zusammen, dass diese Versorgung nicht im üblichen Leistungskatalog verzeichnet ist. Techniker, AOK und Co. sind also erstmal nicht dazu fähig, die Kosten zu übernehmen.

Allerdings gibt es Alternativen, um den finanziellen Weg zum hochwertigen Zahnersatz doch noch zu ebnen. Im Folgenden gehen wir darauf ein, wie Sie die gesetzliche Kasse doch noch zu einer Übernahme befähigen können und wie Sie die Kosten auf der anderen Seite so stark senken, dass die Finanzierung auch bei knappem Budget möglich wird.

Gleichartige und andersartige Versorgung

Möchten Sie als gesetzlich Versicherter nach einem Zahnverlust mit einem Implantat versorgt werden, entspricht dies nicht der von der Kasse vorgesehenen Regelversorgung. Die wichtigen Begriffe sind hierbei die „gleichartige“ und die „andersartige“ Versorgung:

  • Ist von Seiten der Kasse von einer „gleichartigen“ Versorgung die Rede, so beinhaltet der gewählte Zahnersatz sowohl die vorgesehene Kassenleistung als auch zusätzliche Leistungen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie im Seitenzahnbereich eine Metall-Krone als Regelversorgung erhalten würden, sich aber für eine zusätzliche keramische Verblendung entscheiden. In diesem Fall werden nur die Kosten für die zusätzlichen Leistungen, in diesem Fall die Verblendung, privat nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) abgerechnet.
  • Wünschen Sie hingegen ein Implantat, handelt es sich in fast jedem Fall um eine „andersartige Versorgung“. Zwar erhalten Sie trotzdem einen sogenannten Festzuschuss, doch die gesamten Kosten des Eingriffs werden nach der Gebührenordnung für Zahnärzte abgerechnet.

Der Festzuschuss als Unterstützung

Möchten Sie die Zahnimplantat Kosten AOK und Co. weiterreichen, geht dies als regulär versicherte Person nur über den Festzuschuss. Hierbei handelt es sich um den Zuschuss, den die Krankenkassen bei der Versorgung mit Zahnersatz bezahlen. Wie viel Geld Sie erhalten können, ist abhängig von den Kosten der sogenannten Regelleistung. Fehlt zum Beispiel ein Zahn in der Zahnreihe, richtet sich die Bezuschussung nach den Kosten für eine Zahnbrücke. Im Normalfall werden 60% dieser Kosten übernommen, wofür Stand 2026 529,97€ festgesetzt sind. Handelt es sich um einen fehlenden Zahn im sichtbaren Bereich, zahlen die Krankenkassen einen weiteren Zuschuss. 

Als Regelleistung wird die aus Sicht der Kasse wirtschaftliche und funktionale Lösung angesehen. Deshalb reicht der Festzuschuss in keiner Weise an die Gesamtkosten für ein Implantat heran. Zwar kann die Summe hilfreich sein, um die Kosten der Zahnbehandlung etwas zu reduzieren. Doch letztlich liegt die Deckung aufgrund der hohen Kosten eines Zahnimplantats meist bei nur rund 20%. Für viele Patienten stellt sich dadurch die Frage, ob der festsitzende Zahnersatz überhaupt noch finanzierbar ist.

Zusatztarife der gesetzlichen Krankenkassen nutzen

Wer als Versicherter besonders viel Wert auf die umfassende Kostenerstattung bei Zahnbehandlungen legt, für den lohnt sich der Blick auf geeignete Zusatztarife. Krankenkassen wie die AOK richten dieses Angebot an jene, die für eine bessere Abdeckung der Kosten ihrer Zahnbehandlung dazu bereit sind, etwas höhere Beiträge zu zahlen. Das führt nicht nur bei der professionellen Zahnreinigung zu einer höheren Beteiligung des Versicherers, sondern auch bei der Versorgung mit Implantaten.

AOK DentalPlus

Die Zahnzusatzversicherung AOK DentalPlus bietet Versicherten die Möglichkeit, eine Kostenübernahme von 75% bei ihrem Implantat zu erhalten. Legt man Kosten in Höhe von 2.500 Euro für ein einzelnes Implantat zugrunde, zeigt sich schnell der finanzielle Anreiz. Versicherte würden nicht nur den niedrigen Festzuschuss, sondern eine Erstattung in Höhe von 1.750 Euro erhalten. Der Eigenanteil für das Implantat reduziert sich dadurch auf überschaubare 750 Euro. Wie hoch die zusätzlichen Versicherungsbeiträge sind, die dafür entrichtet werden müssen, ist individuell.

Techniker DentFlex

Wie bei der AOK sind Zahnimplantate auch bei der Techniker als reine Privatleistung zu betrachten. Wer eine Versorgung wünscht, kann in diesem Fall den Tarif DentFlex in den Blick nehmen. Nur über diese zusätzliche Absicherung beim Kooperationspartner der Krankenkasse können die Kosten eines Zahnimplantats zu bis zu 90% abgedeckt werden. Somit bleibt zwar ein Eigenanteil bestehen, doch dieser fällt deutlich niedriger aus.

Was ist ein Zahnimplantat und welche Vorteile hat es?

Die Kosten, die gesetzlich Versicherte bei einer Implantation selbst tragen müssen, unterscheiden sich je nach gewähltem Implantat stark. Inzwischen gibt es neben den herkömmlichen Zahnimplantaten aus Titan oder Keramik auch spezielle Sofort- und Mini-Implantate.

Sie alle dienen dazu, Zahnlücken schnell zu schließen und festsitzenden Zahnersatz sicherzustellen. Der Implantatkörper nimmt dabei die Rolle einer künstlichen Zahnwurzel ein, die in den Kieferknochen eingebracht wird. Darauf wird der sichtbare Teil, der Implantataufbau, befestigt. Hinsichtlich Größe, Farbe und Struktur wird die Suprakonstruktion exakt an die natürlichen Zähne angepasst. So ist später nicht zu erkennen, dass es sich um ein Implantat handelt.

Dass immer mehr Patienten dazu bereit sind, für ein Implantat tief in die Tasche zu greifen, hat vor allem mit den folgenden Vorteilen zu tun:

  • Natürliche Ästhetik: Das Implantat fügt sich nahtlos in die natürliche Zahnreihe ein und sorgt für ein optimales Erscheinungsbild.
  • Schonung gesunder Zahnsubstanz: Im Gegensatz z.B. zu einer Zahnbrücke ist kein Beschleifen der womöglich noch gesunden Nachbarzähne nötig.
  • Langlebigkeit: Je nach Knochenbeschaffenheit, Belastung und Pflege können Zahnimplantate länger als 15 Jahre halten. Es handelt sich somit um eine sehr dauerhafte Lösung.
  • Kein Knochenabbau: Der natürliche Knochenabbau, der normalerweise nach einem Zahnverlust einsetzt, wird bei Implantaten verhindert. Denn beim Kauen belastet die künstliche Zahnwurzel die Knochensubstanz und schützt sie dadurch vor dem Abbau.

Welche Kosten fallen bei einem Zahnimplantat an?

Nachdem die Frage beantwortet ist, warum so viele Patienten diesen Zahnersatz wählen und deutlich wurde, dass die Krankenkasse keine große Hilfe bei der Finanzierung ist, möchten wir die Kosten der Behandlung insgesamt beleuchten. Es gibt eine ganze Reihe von Faktoren, die Einfluss auf die zu erwartenden Gesamtkosten haben. Dazu zählen:

  • Anzahl der benötigten Implantate
  • Material des Implantats (Titan oder Keramik)
  • Größe des Implantats
  • Laborkosten
  • Aufwand der Implantation (Honorar)
  • Ggf. Knochenaufbau
  • Folgebehandlung

Implantate aus Keramik gelten als gut verträglich, sind jedoch schwer zu verarbeiten. Für ein Einzelzahnimplantat im Frontzahnbereich werden dadurch bis zu 4000 € fällig. Wird ein Implantat im Seitenzahnbereich benötigt, sind die Kosten tendenziell etwas geringer. Eine Alternative dazu wäre ein Zahnimplantat aus Titan. Da dieser Werkstoff etwas günstiger ist, sind die Gesamtkosten etwas niedriger. Ein Titan-Implantat im Seitenzahnbereich ist deshalb bei besonders günstigen Angeboten ab 1.800 € verfügbar.

Abhängig von der Wahl des Materials kann es demnach zu erheblichen Preisschwankungen kommen. Während standardisierte Titanimplantate zu den günstigeren Lösungen zählen, gibt es auf der anderen Seite höherpreisige Varianten aus Keramik. Die folgende Tabelle zeigt die Preisunterschiede auf, die bei einem herkömmlichen Einzelimplantat im Seitenzahnbereich auftreten, das keinen vorherigen Knochenaufbau erfordert. Die Kosten für die Zahnkrone sind darin bereits inkludiert.

Implantat-VarianteEinsatzbereichGesamtkosten (inkl. Krone)
Standard-TitanimplantatSeitenzahnbereichca. 2.500 - 3.500 €
Titanimplantat mit KeramikkroneSeiten- und Frontzahnbereichca. 3.000 - 4.000 €
Vollkeramik-Implantat aus Zirkonoxidv.a. Frontzahnbereichca. 3.500 - 4.500 €

Falls ein Knochenaufbau vor der Implantation notwendig ist, treibt dieser die zu erwartenden Kosten deutlich nach oben. Häufig ist dies der Fall, wenn seit dem Zahnverlust viel Zeit vergangen ist und die Lücke zuvor durch eine andere Form des Zahnersatzes versorgt war, wie zum Beispiel eine Zahnbrücke oder eine Klammerprothese. Da fortan keine Belastung mehr beim Kauen auf den Knochen ausgeübt wurde, ist die Knochenstruktur stark geschwächt. Muss der Zahnarzt bei der Untersuchung feststellen, dass zu wenig Knochensubstanz vorhanden ist, kann er verschiedene Methoden des Knochenaufbaus vorschlagen. Dafür ist nicht zwingend eine Entnahme von Eigenknochen notwendig. Häufig kommt synthetisches Knochenersatzmaterial zum Einsatz, das in den Kieferknochen eingebracht wird. So ist zwar trotz schwachem Kieferknochen noch eine Implantation möglich, doch die Kosten können sich um bis zu 1.000 € erhöhen.

Zahnimplantate für zahnlose Kiefer

Auch Patienten mit zahnlosem Kiefer informieren sich häufig darüber, ob die AOK die Zahnimplantat Kosten übernimmt. Tatsächlich ist die Komplettversorgung mithilfe der Implantattechnik möglich. Damit die Prothese fest verankert werden kann, empfehlen Zahnärzte meist vier Implantate je Kiefer. Beim modernen All-on-4-Behandlungskonzept werden diese teils schräg in den Knochen eingebracht, um mit wenigen Implantaten die maximale Stabilität zu erzielen. Diese tragen dann gemeinsam eine Stegprothese. Pro Kiefer kann ein solches komplettes Gebiss bis zu 15.000 € kosten.

Implantate für gesetzlich Versicherte: Sparpotenziale

Wer sich mit dem geringen Festzuschuss der Krankenkasse begnügen muss und nicht über einen Zusatztarif verfügt, der trägt einen wesentlichen Teil der finanziellen Last selbst. Steht dafür nur ein begrenztes Budget zur Verfügung, ist sinnvolles Sparen umso wichtiger. Der höhere Festzuschuss mit gut geführtem Bonusheft ist dabei nur eine Möglichkeit. Im Folgenden zeigen wir, welche Sparpotenziale bestehen.

1. Sparen durch passende Zahnklinik

Noch immer hält sich der Irrglaube, die Behandlungskosten bei der Versorgung mit Implantaten seien bei allen Zahnärzten in Deutschland etwa gleich. Viele Patienten machen sich deshalb gar nicht die Mühe des Vergleichs, sondern geben sich mit dem ersten angebotenen Heil- und Kostenplan zufrieden. Tatsächlich können Sie auf erhebliche Preisunterschiede stoßen, sobald sie nur ein zweites Angebot einholen. Als besonders günstig erweisen sich hierzulande Zahnkliniken, die ihre Laborarbeiten ins Ausland ausgelagert haben. Da die Kosten dort deutlich niedriger sind, sparen Sie letztendlich auch als Patient eine ansehnliche Summe.

2. Behandlung im Ausland

Eine zweite Sparmöglichkeit besteht in der Suche nach einer ausländischen Zahnklinik. Bei kostenintensiven Behandlungen wie der Versorgung mit einem Implantat entdecken viele Deutsche den sogenannten Dentaltourismus für sich. Denn trotz der zusätzlichen Reisekosten sei die Behandlung in Ländern wie Ungarn oder in der Türkei noch günstiger als in Deutschland, so die Annahme. Da ein solcher Preisvorteil allerdings nicht garantiert werden kann, ist eine gründliche Recherche unerlässlich. Zudem kann bei notwendigen Folgebehandlungen eine größere Belastung entstehen, von der Sprachbarriere während des Behandlungsprozesses ganz zu schweigen. Wir möchten Ihnen deshalb eine dritte Sparmöglichkeit ans Herz legen.

3. Kosten senken mit Zahnauktion

Auf unserem Portal haben Sie die Möglichkeit, den Heil- und Kostenplan ihres Zahnarztes für eine Zahnauktion hochzuladen. Damit stellen Sie den ersten Kostenvoranschlag vielen anderen Praxen zur Verfügung, die Einsicht nehmen können. Diese prüfen, ob sie ein günstigeres Gegenangebot machen können. Unter dem Strich erhalten Sie dadurch eine Auswahl an günstigen Zahnarztpraxen in ihrer Umgebung, aus der Sie die passende auswählen können. Dadurch reduzieren Sie auch als AOK-Versicherter oder Kassenpatient im Allgemeinen ihren Eigenanteil für das Implantat auf ein Minimum.

4. Günstige Alternativen zum Zahnimplantat

Sollten Sie trotz dieser Sparpotenziale dem Wunsch nach einem Zahnimplantat nicht nachkommen können, gibt es verschiedene Alternativen. Sollten Sie sich für eine Brücke aus Metall entscheiden, so deckt der Festzuschuss einen wesentlichen Teil der Kosten der Regelversorgung ab. Insbesondere im nicht sichtbaren Seitenzahnbereich handelt es sich hierbei um eine geeignete Option. Eine dreigliedrige Brücke ist zum Beispiel ab rund 900 € verfügbar. Wünschen sie aus ästhetischen Gründen eine Verblendung mit zahnfarbener Keramik, steigen die zu erwartenden Kosten jedoch deutlich an.

Noch günstiger wird es mit der Entscheidung für eine Klammerprothese. Diese wird mithilfe von Klammern an den benachbarten Zähnen befestigt. Allerdings sind diese Klammern nicht nur deutlich zu sehen, sondern können die Zähne auf Dauer auch schädigen. Dafür sind die Kosten dieser Variante besonders niedrig.

Sofern Sie über keinerlei finanzielle Mittel verfügen, um diese Pläne umzusetzen, bleibt noch der Härtefallantrag als Alternative. In diesem Fall werden Ihnen die Kosten der Regelversorgung in voller Höhe erstattet. Ob Sie dafür berechtigt wären und wie Sie den Antrag stellen können, erfahren Sie hier in diesem Artikel.

Fazit: Der Weg zu bezahlbaren Zahnimplantaten bei AOK und Co.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Zahnimplantate zwar die Königsklasse des Zahnersatzes darstellen, die Zahnimplantat-Kosten bei der AOK und anderen gesetzlichen Krankenkassen jedoch primär als Eigenleistung eingestuft werden. Ohne eine private Zusatzversicherung bleibt der Festzuschuss oft nur ein sprichwörtlicher „Tropfen auf den heißen Stein“. Dennoch müssen Patienten nicht auf den Komfort und die Ästhetik festsitzenden Zahnersatzes verzichten. Durch ein lückenloses Bonusheft, das Einholen von Zweitmeinungen über Zahnauktionen oder die Wahl von Kliniken mit optimierten Laborkosten lässt sich der Eigenanteil massiv senken. Wer frühzeitig plant und die finanziellen Weichen richtig stellt, kann die Investition in die eigene Lebensqualität und Zahngesundheit erfolgreich realisieren.

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