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Backenzahn Implantat – Kosten, Varianten und Behandlung
Wenn im Seitenbereich ein Zahn samt Wurzel verloren gegangen ist, bietet ein Backenzahn Implantat wieder die Aussicht auf eine geschlossene Zahnreihe. Diese Form des festen Zahnersatzes bietet zahlreiche Vorteile und ist vor allem aufgrund ihrer Beständigkeit beliebt. Da jedoch die finanzielle Dimension manchen Patienten abschreckt, blicken wir in diesem Artikel genau auf die Implantat Kosten für einen Backenzahn.

1. Was ist ein Backenzahnimplantat?
Hinter den Eckzähnen beginnen im menschlichen Gebiss die Backenzähne. Sie werden auch als Mahlzähne oder, im medizinischen Jargon, Molaren bezeichnet. Der Name leitet sich vom lateinischen Begriff „molaris“ ab, der so viel wie Mühlstein bedeutet. Darin liegt sogleich ihre Funktion, denn sie werden für das feine Zermahlen der Nahrung benötigt. Daraus ergibt sich auch die besondere Form der Backenzähne. Ihr Aufbau unterscheidet sich von den langen und spitzen Schneidezähnen, die zum Abbeißen benötigt werden. Backenzähne weisen sehr große Kauflächen auf, die mit Zahnhöckern und Grübchen versehen sind. Beim Kauvorgang sind die Molaren besonders hohem Druck ausgesetzt. Aus diesem Grund haben sie mehrere Wurzeln, die sie fest im Kiefer verankern. Die Backenzähne des Unterkiefers verfügen über zwei Wurzeln, im Oberkiefer sind sogar drei Wurzeln ausgebildet.
Eine Zahnlücke im Bereich der Molaren kann aus ganz unterschiedlichen Gründen entstehen. In einigen Fällen liegt der Grund in der Nichtanlage eines Zahns, welche die Folge eines kleinen genetischen Defekts sein kann. Aber auch Erkrankungen eines Backenzahns können schließlich zum Zahnverlust führen, wenn Behandlungsmethoden wie die Wurzelbehandlung keinen Erfolg mehr zeigen. Das Backenzahnimplantat bietet nun die Chance auf festen Zahnersatz, kann nicht nur das ästhetische Erscheinungsbild verbessern und ist von verschiedenen Herstellern verfügbar. Wer die Backenzahn Implantat Kosten nicht scheut, kann die ursprüngliche Kaufkraft wiederherstellen und zugleich gesundheitlichen Folgeschäden des Zahnverlusts vorbeugen. Denn die umliegenden Zähne könnten in die entstandene Lücke vordringen und dort Komplikationen verursachen. Da der darunterliegende Kieferknochen nach dem Zahnverlust nicht mehr belastet wird, kann es ohne Implantation außerdem zu Knochenabbau kommen. Nach einiger Zeit führt dies oft dazu, dass ohne vorherigen Knochenaufbau gar keine Implantation mehr möglich ist.
2. Woraus besteht ein Backenzahn Implantat?
Implantate bestehen sowohl im Seiten- als auch im Frontzahnbereich aus drei verschiedenen Bestandteilen: Dem Implantatkörper, dem Aufbau (Abutment) und der Implantatkrone.
- Implantatkörper: Dieser Bestandteil ist die Grundlage des festen Zahnersatzes und kann als eine Art künstliche Zahnwurzel verstanden werden. Bei der Behandlung wird der Implantatkörper in den Kieferknochen eingebracht und meist mithilfe eines Gewindes verankert.
- Implantat-Aufbau: Nach der Einheilungsphase kann der Aufbau auf den Implantatkörper aufgebracht werden. Dabei handelt es sich um eine passgenau angefertigte Verbindung aus Keramik oder Titan.
- Implantatkrone: Auf dem Implantat wird nun der sichtbare Zahnersatz befestigt – die Implantatkrone. Das dafür verwendete Material ist körperverträglich und ahmt einen echten Backenzahn optisch perfekt nach.
3. Kostenfaktoren bei implantierten Backenzähnen
Viele Patienten stellen sich in Anbetracht hoher Kostenvoranschläge die Frage, welche Aspekte die Gesamtkosten beeinflussen. Für die Kalkulation spielen besonders die folgenden Elemente eine wichtige Rolle.
3.1. Die zahnärztliche Leistung
Sieht man sich die Erfahrungen zu Backenzahn Implantat Kosten an, so entfällt ein wesentlicher Teil auf die zahnärztliche Leistung. Dazu zählen das Einsetzen des Implantats, die notwendige Diagnostik im Vorfeld, die Planung der Behandlung und die Nachsorge im Anschluss. Der Aufwand wird im sogenannten Heil- und Kostenplan festgehalten. Die Praxis errechnet das Honorar nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ). Ein Blick in die dazugehörigen Positionen ist geeignet, um die im Plan genannten Leistungen zuordnen zu können. Abhängig von der Schwierigkeit des Eingriffs und dem Zeitaufwand können die in der GOZ genannten Gebühren multipliziert werden. So kommt es bei komplexen Backenzahnimplantationen, zum Beispiel aufgrund eines geschwundenen Kieferknochens, zu höheren Gebühren.
3.2. Wahl des Materials
Die Kosten für ein Backenzahnimplantat hängen stark vom verwendeten Material ab. Dieses muss eine hohe Bioverträglichkeit aufweisen und langlebig sein. Wichtig ist außerdem, dass es sich komplikationsfrei mit dem Kieferknochen verbindet. Meist kommen deshalb Titan und Keramik zum Einsatz. Etwas teurer sind Implantate aus Keramik, wobei der Preisunterschied etwa 500 Euro beträgt.
3.3. Mögliche Vorbehandlungen
In vielen Fällen sind Vorbehandlungen notwendig, um die Implantation vornehmen zu können. Befand sich bislang ein gesunder Backenzahn in dieser Position, so ist zunächst eine Extraktion durchzuführen. Doch auch bei einer länger bestehenden Zahnlücke können zusätzliche Behandlungsschritte notwendig werden. So kann beispielsweise der Knochenabbau bereits so weit fortgeschritten sein, dass der Kieferknochen zuerst aufgebaut werden muss, ehe die Implantation des Backenzahns erfolgen kann. Die dafür notwendigen zusätzlichen Behandlungsschritte erhöhen die Kosten.
3.4. Laborkosten
Im Dentallabor wird eine individuelle Zahnkrone gefertigt, die später den sichtbaren Teil des Backenzahnimplantats darstellt. Je höher der Anspruch an die Ästhetik und das eingesetzte Material ist, desto höher fallen diese Kosten aus. Da das Implantat im Seitenzahnbereich weniger sichtbar sein wird, können oft gewisse Einsparungen vorgenommen werden. Die Preise setzen sich dann aus den anfallenden Materialkosten und der Arbeitszeit des Zahntechnikers zusammen.
4. Beispielrechnung fĂĽr ein einfaches Backenzahnimplantat
Pauschale Aussagen zu den Kosten eines Implantats im Seitenzahnbereich sind aufgrund der vielen Einflussfaktoren nicht möglich. Selbst ein Rechner kann nur Näherungswerte bieten. Anhand einer einfachen Implantation ohne notwendige Vorbehandlungen möchten wir dennoch ein Beispiel ausformulieren:
Kostenfaktoren | Geschätzte Kosten |
---|---|
Zahnarzthonorar (GOZ) | ca. 950 € |
Zahnarzthonorar (BEMA) | ca. 100 € |
Materialkosten & Laborkosten | ca. 900 € |
Festzuschuss der Krankenkasse | ca. € 380 (höher mit Bonusheft) |
Voraussichtlicher Eigenanteil | ca. 1.500 € |
5. Implantat-Kostenvergleich: Backen- vs. Frontzähne
Zahnersatz ist nicht gleich Zahnersatz: FĂĽr die zu erwartenden Gesamtkosten macht es durchaus einen Unterschied, an welcher Stelle die Implantation erfolgen soll. Die meisten Frontzahnimplantate bewegen sich im Bereich zwischen 3.000 und 4.500 Euro. Die Kosten fĂĽr ein Implantat als Backenzahn liegen hingegen bei etwa 2.000 bis 3.800 Euro. Ob die Versorgung mit festem Zahnersatz nun im Oberkiefer oder im Unterkiefer ansteht, hat nur einen kleinen Einfluss auf die anfallenden Kosten.
Ganz wesentlich werden diese Unterschiede durch die unterschiedlich hohen Anforderungen an die Ästhetik beeinflusst. Frontzahnimplantate sind selbst bei einem kurzen Lächeln sofort sichtbar und prägen das Erscheinungsbild enorm. Die Implantatkrone muss deshalb hinsichtlich Form und Farbe perfekt auf die umgebenden Zähne abgestimmt werden. Unter Umständen sind bei der Einpassung weitere kosmetische Korrekturen notwendig, bis das Implantat nicht mehr als solches zu erkennen ist. Die Kosten eines Backenzahn Implantats sind niedriger, da die ästhetischen Anforderungen geringer sind. Ob zum Beispiel der Farbton des Implantats leicht von den anderen Zähnen abweicht, ist im Alltag nicht zu sehen. Im Fokus steht vielmehr die funktionale Versorgung mit einem langfristig belastbaren Implantat.
6. Spartipps: Wie kann ich die Kosten senken?
Die Kosten für ein Backenzahn Implantat können beträchtlich sein. Gleichzeitig reicht der Festzuschuss der Krankenkasse nicht aus, um diese ansatzweise zu decken. Umso wichtiger kann es für Patienten sein, sich über Sparmöglichkeiten zu informieren. Drei Ansätze fallen dabei besonders ins Gewicht:
1. Zweitmeinung & Preisvergleich
Grundsätzlich sind die Zahnarztkosten in Deutschland durch die Gebührenordnung der Zahnärzte und den Bemessungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen (BEMA) klar definiert. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Kosten für die Versorgung mit einem Backenzahn Implantat in jeder Praxis gleich hoch sind. Der beste Ansatzpunkt für einen Vergleich der Angebote stellt der aufgestellte Heil- und Kostenplan dar, in dem die einzelnen Positionen aufgeführt sind. Ist eine andere Praxis zum Beispiel durch die Zusammenarbeit mit einem anderen Labor dazu in der Lage, die Behandlung günstiger durchzuführen, können Sie dies durch den Vergleich erfahren. Auf unserem Portal 2te-ZahnarztMeinung.de bieten wir Ihnen genau diese Möglichkeit.
2. Behandlung im Ausland
Aufgrund niedrigerer Löhne, Laborkosten und sonstigen Gebühren ist fester Zahnersatz im Ausland oft günstiger zu haben als in Deutschland. Diesen Preisvorteil können Sie dann nutzen, wenn ein Zahnarzt in Deutschland mit einem Labor im Ausland zusammenarbeitet. Bei diesem Modell bleibt eine gewisse Sicherheit bestehen, denn der gesetzliche Anspruch auf zwei Jahre Garantie bleibt bestehen.
Noch günstiger ist der Besuch einer Zahnklinik im Ausland, wie zum Beispiel in Bulgarien oder der Türkei. Dabei ist es wichtig, dass Sie sich im Vorfeld genaustens über die Leistungen und Erfahrungen anderer Patienten informieren. Während an mancher Stelle tatsächlich ein gutes Verhältnis von Preis und Leistung angeboten wird, ist an anderer Stelle von fachlich nicht korrekt durchgeführten Behandlungen die Rede. Zudem können für Anreise und Übernachtung zusätzliche Kosten anfallen, die sich auf die Gesamtkosten auswirken. Dann stellt sich die Frage, ob die Gesamtersparnis noch immer hoch genug ist, um die Versorgung mit einem Backenzahn Implantat in anderen Ländern zu rechtfertigen.
3. Ein Bonusheft fĂĽhren
Auch das inzwischen digital angebotene Zahnarzt-Bonusheft birgt ein Sparpotenzial, auch wenn dieses geringer ausfällt als bei den ersten beiden Tipps. Die Kosten für ein Implantat als Backenzahn können dennoch gesenkt werden: Wer mindestens fünf Jahre lang jährliche Voruntersuchungen beim Zahnarzt abstempeln lässt, erhöht damit den Festzuschuss der Krankenkasse. Genau beziffert steigt dieser von 60% der Kosten der Regelversorgung auf nun 70%. Wurden die Vorsorgeuntersuchungen sogar über zehn Jahre dokumentiert, sind insgesamt 75% möglich. Im Einzelfall bedeutet dies meist eine Ersparnis im hohen zweistelligen Bereich.
7. Ablauf der Implantation im Seitenzahnbereich
Beim Einbringen eines Backenzahnimplantats handelt es sich um einen Routineeingriff, der beim Zahnarzt oder Kieferchirurgen durchgeführt werden kann. Im ersten Schritt erfolgt die örtliche Betäubung der Implantationsstelle. Wirkt die Betäubung, wird zunächst die Mundschleimhaut über dem Kieferknochen geöffnet und der Knochen vorsichtig freigelegt. Nun bohrt der Zahnarzt das Implantatbett mithilfe einer Schablone in den Kieferknochen und bringt den Implantatkörper ein. Abschließend wird die Wunde versorgt, um den Heilungsprozess zu beschleunigen. Wahlweise kann der Zahnarzt das Zahnfleisch über dem Backenzahnimplantat vernähen, sodass die Wunde verschlossen ist und der Implantatkörper geschützt wird. Bei der Variante der offenen Einheilung wird ein provisorischer Zahnersatz verwendet.
Direkt nach der Backenzahn Implantation ist es wichtig, die Wunde zu kühlen und zunächst auf harte Speisen zu verzichten. Nun beginnt das eigentliche Einheilen in den Kieferknochen, das etwa drei Monate dauert. Eine gute Mundhygiene ist in dieser Phase wichtig, um das Risiko von Infektionen zu reduzieren. Stellt der Zahnarzt bei der Nachsorge fest, dass der Implantatkörper vollständig eingeheilt ist, kann das Implantat mit der Krone verbunden und vollständig belastet werden.
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